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Donnevogelfrau (DT)(ENG)

73 min, DENKmal-film 2003

 

Deutsch: Donnervogelfrau

English: Thunderbirdwoman


Wo ist Winona? Eine Frage, die zu ihren “besonderen Merkmalen” gehört. Denn Winona LaDuke
ist selten da, wo man sie vermutet. Sie ist die Tochter einer jüdischen Malerin und eines
indianischen Stuntman vieler Hollywood-Western, der später als Sun Bear in der New Age-Bewegung

als spiritueller Lehrer von sich reden machte. Sie sprach mit 17 vor der UNO in Genf,
im September 1977 war das, und studierte in Harvard Ökonomie. Ihre väterliche Welt der
Anishinaabeg (Chippewa) wirkte stärker als die jüdische der Mutter, und so ließ sie sich
nach dem Studium in White Earth nieder, dem Heimatreservat ihres Vaters im Noden von Minnesota.

Die Aktivistin Winona vereinte Indianerbewegung und Umweltinitiativen und war die erste
Ureinwohnerin, die in den Vorstand von Greenpeace gewählt wurde. Das Magazin TIME zählte sie
in den Neunziger Jahren zu den 50 Führungspersönlichkeiten unter 40, auf die man am meisten hoffen
könne. Sie gilt als charismatische Rednerin auf internationalen Konferenzen, sofern sie nicht gerade
ein Buch schreibt, Wildreis erntet, gegen Uranabbau und Genmanipulation kämpft, Geld zum Rückkauf
gestohlenen Reservatlandes sammelt, auf Powwows tanzt, ihre Kinder unterrichtet,
neben Ralph Nader in den US-Präsidentschaftswahlkampf eintritt – oder Pesto mixt,
denn: “Basilikum ist mein Rezept gegen Stress.”

Der Film folgt der Vielbeschäftigten durch das Reservat White Earth und weiter nach Arizona, wo die
Navajo und Hopi gegen den Abbau von Uran und Kohle kämpfen.