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exit 16 – Onondaga Nation Territory

85 min, biegert-film , 2014

 

 

exit 16 – Onondaga Nation Territory

 

Diese Grenze wagt selbst das FBI nicht zu überschreiten:
Onondaga Nation Territory im US-Staat New York. Winzig, aber souverän.
Wie das Dorf von Asterix. Hier hat der Münchner Journalist und Filmemacher
Claus Biegert 1973 Fuß gefasst und wurde bald von Dewasenta, 
Klanmutter des Aal-Klans, in ihre Familie aufgenommen. Aus den Aufnahmen
von 1993 bis 2010 entstand der Dokumentarfilm „Exit 16“.
Diese Ausfahrt des Highway 81 führt in das souveräne Territorium,
das sich bis heute der Vormundschaft der USA entziehen konnte.
Hier gründete sich der Völkerbund der fünf Nationen Mohawk, Cayuga,
Oneida, Seneca und Onondaga, im 18. Jahrhundert wurden die Tuscarora
als sechst Nation in die Liga aufgenommen. Die Irokesen von Onondaga
betrachten sich nicht als US-Bürger und reisen mit eigenen Pässen.
Hier gilt noch heute das gut 800 Jahre alte “Great Law of Peace”
als Verfassung, hier werden die Häuptlinge noch immer von den
Klanmüttern ausgesucht. Benjamin Franklin bat die Häuptlinge um
politischen Rat, bevor sich 1776 die Vereinigten Staaten gründeten. 
Biegerts Film ist ein sehr persönliches Porträt und eine Würdigung von
Dewasenta, die 2000 gestorben ist.